Skateboard-orientierte Projektarbeit

Der Skateboard Club Vienna versteht Skateboarding nicht nur als sportliche Bewegungsform, sondern auch als soziale Praxis, als kreative Betätigung, als kulturelle und politisch-ermächtigende Ausdrucksform sowie als persönlichkeitsbildenden Entwicklungsprozess. Aus dieser Vielzahl an identitätsstiftenden Bestandteilen des Skateboardings ergeben sich für die skateboard-orientierte Projektarbeit ebenso viele thematische und methodische Anknüpfungspunkte. Die nachfolgenden Themenschwerpunkte geben einen Überblick darüber, wie Skateboarding als Tool für die Kinder- und Jugendarbeit genutzt werden kann:

  • Gesundheitsfördernde Projekte
    • Skateboarding als lebensweltorientierte und gesundheitsfördernde Aktivität
    • Verankerung von Bewegung und Sport im Alltag von Kindern und Jugendlichen
    • motorisch-physischer Kompetenzerwerb
    • Förderung von sozialer Interaktion und (psycho-)sozialen Kompetenzen
  • Zielgruppenspezifische und sozialraumorientierte Projekte
    • Erwerb personaler und sozialer Kompetenzen durch Skateboarding 
    • Förderung von Selbstwirksamkeitserfahrungen und Agency der Teilnehmer*innen
    • Aufbau/Erweiterung des sozialen Beziehungsnetzes
    • Projekte mit  Mädchen- und Frauenschwerpunkt
    • Skateboarding als informelles Bildungsangebot in der Parkbetreuung
  • Partizipative und gestalterische Projekte:
    • Partizipative Planung und Gestaltung öffentlicher Räume (Skateparks) 
    • Projekte zu nahestehenden Kulturtechniken des Skateboardings in den Bereichen Architektur, Handwerk, Design, Fotografie und Film

Diese Themenschwerpunkte sind nicht immer klar voneinander zu trennen, vielmehr ergänzen sich gesundheitsfördernde, sozialraumorientierte, gestalterische und integrative Aspekte in den Projekten. Schwerpunkte und Zielsetzungen werden deshalb in Zusammenarbeit mit Projektpartner*innen erarbeitet und im Hinblick auf die Bedürfnisse der Zielgruppen abgestimmt. Auf Anfrage erhalten Sie gerne Vorschläge und weiterführende Informationen zu möglichen Inhalten, Methoden und Zielsetzungen für skateboard-orientierte Projekte. Senden Sie uns ihre Anfrage hier. 

Projekte

Im Rahmen des Partizipationsprojektes wurde den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit gegeben, einen Teil des Skateparks im Arne-Carlsson Park selbst zu planen, beim Bau des Skateparks mitzuwirken und diesen auch zu gestalten.
Das Projekt wurde in Kooperation mit Spoff Parks, Juvivo9, der MA13 und der Bezirksvorstehung Alsergrund durchgeführt.

Am Freitag den 17.5.2019 veranstalteten wir, im Rahmen der Aktion “kommraus”, im Friedensbrücke-Skatepark einen kostenlosen, offenen Skateboardworkshop für Anfänger und Fortgeschrittene. Großes Dankeschön an Juvivo Neun und auch an den Verein Skate4fun (www.skate4fun.at), der uns zahlreiche Boards und Schoner zur Verfügung gestellt hat!

In Kooperation mit Juvivo Neun veranstalteten wir, am 19.10.2018, einen kostenlosen, offenen Skateboardworkshop im Arne-Carlsson-Park.
Im Rahmen des Projektes “Langer Tag der Flucht” veranstalteten wir, gemeinsam mit dem Österreichischen Roten Kreuz, eine Skatesession am Karlsplatz, mit SkaterInnen aus aller Welt.

Hier ein paar Eindrücke vom Skateboardworkshop Ende Oktober 2018 im Längenfeld Skatepark. Danke an Eva Resch vom UniClub und Johannes Wimmeder für die Organisation!!

Um die Wünsche und Präferenzen der Nutzer*innen in die Planung miteinfließen zu lassen, wurden Skateboarder*innen, die den Skatepark besonders häufig nutzen, von uns befragt. Die Ergebnisse wurden von uns an den Landesfachverband “Skateboarding Vienna” übermittelt, welcher in weiterer Folge, in Kooperation mit der MA42 und dem Fair-Play-Team 10, zwei Entwürfe für die Neugestaltung des Skateparks erstellt hat. Über eine Facebook-Umfrage wurde über die beiden Entwürfe abgestimmt. An der Umfrage beteiligten sich 804 Personen. Mit 77% stellte sich Entwurf Nr.2 als eindeutiger Favorit heraus und wurde für die Ausschreibung herangezogen.

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